FAQ zur Grundschule

FAQ

Hier finden Sie eine Übersicht über die Fragen, die bis jetzt am häufigsten über unsere private Ganztagsschule gestellt werden.

Handelt es sich um eine Ganztagsschule, oder findet der Unterricht nur vormittags statt?

Es handelt sich um eine Ganztagsschule, und zwar sowohl für die vier Jahre des Primärbereichs, als auch für die ersten drei Jahre des Sekundarbereichs.

Ab wann kann ich das Kind / die Kinder in die Schule bringen?

Der Unterricht beginnt um 8.30 und dauert bis 15.30. Bei genügend Anmeldungen wird zusätzlich eine gebührenpflichtige Morgenbetreuung von 7.30 bis 8.30 eingerichtet.

Gibt es zusätzliche Aktivitäten an den Nachmittagen?

Nach Unterrichtsschluss besteht bis 17.30 (freitags bis 17.00 Uhr) die Möglichkeit der Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten, zu denen die Familien ihre Kinder anmelden können: Sport, kreative Workshops, musische Gestaltung, Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe. Die Teilnahme ist gebührenpflichtig. Bei genügend Anmeldungen werden auch in den Ferien entsprechende Aktivitäten eingerichtet.

Wie viele Kinder wird es in einer Klasse geben?

Pro Klasse sind höchstens 20 Schüler vorgesehen.

Wie viele Lehrer/innen wird ein Kind der Grundschule haben?

In einer Klasse teilt sich ein Team die Verantwortung für die didaktischen und verwaltungstechnischen Aufgaben. Das Team besteht aus zwei Lehrer/innen der jeweiligen deutsch- und italienisch-sprachigen Parallelsektionen, wobei jede Lehrerkraft den Unterricht in der Muttersprache hält. Außerdem werden Lehrkräfte für den Religionsunterricht, für Englisch ab der 3. Klasse und eventuell für Learning Support eingesetzt.

Über welche Ausstattung wird die Schule verfügen?

Die Klassenräume werden mit einer interaktiven Tafel ausgestattet. Nach und nach werden spezielle Unterrichtsräume für Kunst und Werken und für Musik eingerichtet. Für Sport und Bewegung im Freien wird eine Vereinbarung mit der benachbarten Grundschule getroffen.

Wie viele Quadratmeter stehen zur Verfügung und gibt es einen Pausenhof?

Die deutsche Gesetzgebung ist diesbezüglich sehr eindeutig. Wenn die erforderlichen Räumlichkeiten nicht vorhanden sind, wird der Schulbetrieb nicht genehmigt. Der Pausenhof ist für eine Ganztagsschule sehr wichtig und daher vorhanden, glücklicherweise ist die Schule zudem von Grünflächen umgeben.

Haben die Schüler die Möglichkeit, an der frischen Luft zu sein?

In einer Ganztagsschule ist Bewegung an der frischen Luft sehr wichtig. Daher sind neben einem Pausenhof auch großzügige Pausenzeiten von 20 min am Vormittag und 85 min am Mittag vorgesehen.

Wird die ergonomische Gestaltung der Ausstattung berücksichtigt?

Die Räumlichkeiten werden hell und kindgemäß gestaltet und nach modernsten Tendenzen der Schuleinrichtungen ausgestattet.

Welchen Stellenwert haben die Mahlzeiten?

Die Mensa ist ein wichtiger Aspekt sowohl für die Erwachsenen als auch für die Kinder. Unsere Schule achtet auf eine gesunde Ernährung, die in der Mensa angebotenen Mahlzeiten werden daher frisch zubereitet.

Sind die Lehrkräfte entsprechend qualifiziert?

Die Lehrkräfte haben die Unterrichtsqualifikation und sind Muttersprachler. Das Einstellungsverfahren sieht eine Vorauswahl anhand der Curricula und der beiliegenden Unterlagen vor. Im Anschluss daran folgt ein persönliches Vorstellungsgespräch mit der Direktion in Anwesenheit von Experten.

Welcher didaktische Qualitätsstandard ist vorgesehen und wie erfolgt die Evaluation?

Der didaktische Standard muss hoch sein! Das Arbeiten mit mehreren Sprachen und Kulturen gleichzeitig verlangt eine größere Anstrengung und Mediationsfähigkeit. Hinzu kommt die Bereitschaft, sich selbst und das eigene Handeln zu hinterfragen. All diese Anstrengungen werden durch die erzielten Ergebnisse belohnt. Die didaktischen und pädagogischen Aktivitäten werden sowohl durch ständiges Monitoring und Selbstevaluation, als auch durch die externe Evaluation der Universität München und der Area Pedagogica del Dipartimento di Istruzione e Formazione italiana di Bolzano begleitet.

Welche sind die pädagogischen Schwerpunkte?

Zu den pädagogischen Leitlinien unserer Schule zählen die Inklusion und die Heterogenität. Es werden sowohl kooperatives Learning als auch Individualisierung angewendet, um alle Schüler in ihren Stärken und Schwächen zu unterstützen und zu fördern.

Welche Lehrpläne bilden die Grundlage?

Die Lehrpläne der LdV basieren auf den bayerischen Lehrplänen und werden durch die für Italien vorgesehenen Richtlinien ergänzt.

Wird die Kontinuität der Lehrkräfte gewährleistet?

Die Kontinuität der Lehrkräfte wird für zwei Jahre gewährleistet, gemäß dem deutschen Schulsystem und anderen Schulmodellen.

Werden Begabungen respektiert und wird langsameren Kindern geholfen?

Die Schule orientiert sich an den Prinzipien der Inklusion und der Heterogenität. Dies bedeutet, dass Lehrkräfte ihre didaktische Aktivität individuell anpassen, damit die Kinder die vorgesehenen Lernziele je nach ihren Stärken und Schwächen gezielt erreichen und lernen, diese entsprechend wirksam zu integrieren.

Kommt die Anwesenheit von Kindern mit anderer Kultur- oder Religionszugehörigkeit zur Geltung?

Kultur- und religionsspezifische Unterschiede sind eine Bereicherung für die Erfahrungen und Ansichtsweisen. Der persönliche Beitrag eines jeden Kindes wird als Bereicherung für die ganze Klasse verstanden und als solcher thematisiert.

Wie ist es möglich, dass Kinder in beiden Sprachen Lesen und Schreiben lernen?

Eine bilinguale Erziehung erlaubt den Kindern, Lernziele in beiden Sprachen mit Erfolg zu erreichen. Kinder lernen schon früh und mühelos, die Eigenschaften der beiden Sprachsysteme zu unterschieden und anzuwenden.

Wird in der Grundschule die deutsche Sprache auch genügend erlernt?

Der Unterricht erfolgt durch muttersprachliche Lehrkräfte. Der Deutschunterricht findet täglich mit einer Stunde als Zweite Sprache (L2) statt. (Inhalte sind u.a. besondere sprachliche Aspekte, Rechtschreibung, Satzbau, fachspezifischer Wortschatz). Zusätzlich erfolgt der Unterricht auf Deutsch mit der muttersprachlichen Lehrkraft auch in einer Reihe von anderen Fächern. Am Ende der Grundschule haben die Kinder eine konkrete sprachliche Kompetenz in beiden Sprachen.

Müssen Kinder bereits Kenntnisse in beiden Sprachen haben, um an der Grundschule Schule aufgenommen zu werden?

Bei Anmeldungen für die 1. und 2. Klasse sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Bei Anmeldungen für die 3. und folgende Klassen werden gezielte Gespräche geführt. Dabei sollen die Lernbereitschaft des Kindes und die Bereitschaft der Familie, den Lernweg des Kindes zu begleiten erfasst werden.

Wie geht es nach der Grundschule weiter?

Ab September 2016 wird die Schule um eine Sekundarstufe von der 5. bis zur 12. Klasse erweitert. Das Bilinguale Gymnasium wird sich in Unterstufe (5.-7.) Mittelstufe (8.-10.) und Oberstufe (11.-12.) artikulieren. Bei einer entsprechenden Anzahl an Lernenden werden zwei Zweige mit naturwissenschaftlicher und ein sprachlicher Ausrichtung eingerichtet. Wir möchten außerdem auch Philosophie und Kunstgeschichte als Wahlfächer einrichten. Diese Fächer werden in den Lehrplänen der Gymnasien in Bayern nicht berücksichtigt.

Wie kann man sicher sein, dass ein Schulwechsel keine allzu großen Schwierigkeiten wie z.B. Lerndefizite mit sich bringt?

Jede Änderung bringt eine Herausforderung mit sich. Unsere Lehrpläne berücksichtigen sowohl die bayerischen Lehrpläne als auch die italienischen Richtlinien. Dies erlaubt eine schnelle Eingliederung von Schülern, die aus Italien oder aus anderen Bundesländern zu uns kommen. Für diese Schüler ist ein individualisiertes Einstiegsprogramm vorgesehen, um die Anfangsschwierigkeiten – vor allem beim Lernen der Sprachen – zu überwinden. Unsere Lehrpläne sehen die Entwicklung von methodologischen Kompetenzen vor. Eventuelle Defizite können erfolgreich ausgeglichen werden.

Gibt es ähnliche Schulen und können diese als Beispiel dienen?

Es gibt zahlreiche bilinguale Schulen. Je nach Ausrichtung orientieren sie sich an unterschiedlichen pädagogischen Modellen. Unsere Schule steht in Kontakt mit anderen Deutsch-Italienischen Schulen in Deutschland und möchte einen Verband dieser Schulen schaffen, um best practices, didaktische und verwaltungstechnische Mittel auszutauschen. Ein weiteres Ziel ist auch der Schüler- und Lehreraustausch.